Leitfaden

Philosophie

Das Projekt VegeV möchte Essen anbieten, bei dem alles richtig gemacht wurde. Dazu werden moderne und antike wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt und alte gastronomische Normen gebrochen. Es ist uns klar, dass wir uns vorerst eher an eine Minderheit wenden; wir sind aber überzeugt davon, dass diese Minderheit in den kommenden Jahren noch viel schneller wachsen wird als in den letzten Jahren - die Minderheit der sich bewusst ernährenden Menschen.

warum biö?

So ist eins unserer ambitioniertesten Ziele die Zubereitung von Nahrung, die möglichst wenig Gifte enthält. Das ist in der heutigen Zeit gar nicht so leicht. Haben doch leider die Nahrungsmittelkonzernen die Aufgabe aus den Augen verloren, das Volk gesund zu ernähren. Jedermann erscheint es plausibel und verständlich, dass ihr Hauptinteresse darin besteht, Geld zu verdienen - wie in der Wirtschaft üblich mit allen skrupellosen Mitteln. So hat sich die Praxis etabliert, Nahrungsmitteln Substanzen zuzusetzen, die von fraglicher oder bekanntermaßen schädlicher Wirkung auf den menschlichen Organismus sind, weil sie sich dann kostengünstiger produzieren, lagern oder transportieren lassen. Dies gilt für die verarbeitende Industrie genauso wie für die konventionelle Landwirtschaft, die alles nur denkbare an zweifelhaften Chemikalien auf die auf Produktivität verzüchteten Nahrungsmittel sprühen, damit dann hinterher im Supermarkt möglichst billige, geschmack- und nährstofflose Gemüsevarianten liegen, die man vor dem Verzehr waschen muss, um wenigstens noch einen Teil der darauf klebenden Gifte zu entfernen.

Die kontrollierte biologische Landwirtschaft verzichtet auf einen großen Teil der fraglichen Substanzen, beim biologisch-dynamischen Anbau sind sie komplett verbannt. Das bio-Siegel verbietet auch in verarbeiteten Produkten die meisten Zusätze nicht-natürlichen Ursprungs. Zwar gibt es schwarze Schafe, Schandluder und Tricks, wie doch wieder Gifte ins Essen gebracht werden, dennoch betrachten wir es als eine große Hilfe bei unserem Ziel. Den bio-dynamischen Siegeln demeter, naturland und Bioland lassen wir jedoch deutlich größeres Vertrauen zukommen. Leider kursiert in der Bevölkerung, der durch einseitig-berichtende Dokus verursachte Glaube, dass alles bio Schwindel sei und die letztgenannten Siegel sind sogar weitestgehend unbekannt.

warum vegan?

Die Verwendungen von Giften (zB Antibiotika, Anabolika, Medikamente, Hormone) in der modernen Tierhaltung ist allgegenwärtig. Sie sind nötig, um die total verzüchteten Tiere überhaupt am Leben zu erhalten, bis sie ausreichend Tierprodukt abwerfen. Außerdem lässt sich ihre Produktivität so noch steigern. Diese Gifte geben die Tiere natürlich an ihre Konsumenten weiter.
Desweiteren kann man Tierprodukte als karmisch vergiftet betrachten, weil für ihre Erzeugung eine große Menge Leid für ein Lebewesen verursacht wird. So ein Industrie-Tier (auch bio-Tiere) stirbt nicht nur einen abscheulichen Tod, sondern lebt auch sein ganzes Leben in Qual. Auch von daher sind Tierprodukte mit unserem Ziel giftfreier Nahrung nicht vereinbar. Wir wollen damit nichts zu tun haben. Weiterhin häufen sich in letzter Zeit Studien, die zu dem Schluss kommen, dass Tierprodukte nicht gesund sind für den Menschen. Dass wir sie verdauen können ist eine Art Nofallprogramm für schlechte Zeiten, hauptsächlich sind wir aber Pflanzenfresser.
Und schließlich sind Tierprodukte schlichtweg nicht nötig, zumindest nicht in den üblichen Maßen. Wir können 99% unseres Nährstoffbedarfs besser aus pflanzlicher Nahrung decken. Und vegane Gerichte sind entgegen vieler weitverbreiteter Vorurteile vielfältig und schmecken gut. Diese Vorurteile möchten wir auflösen, indem wir den Menschen Gelegenheit geben, sich auf unkompliziertem Wege mit veganem Essen bekannt zu machen.

warum nachhaltig?

Es ist längst klar, dass wir der Mutter Erde zu viele Ressourcen abverlangen. So viele, dass wir ihr bleibende Schäden zufügen. Dabei haben die Entscheidungsträger anscheint nur das Geldverdienen im Auge und lassen völlig außer acht, dass sie sich und uns und allen anderen Lebewesen die Lebensgrundlage entziehen. Die Vernunft gebietet uns Verantwortung für unser Handeln und dessen Folgen zu übernehmen und deshalb machen wir dabei nicht mit.
Wir schöpfen die Möglichkeiten aus, die bereits existieren, um das, was wir tun nachhaltiger zu tun - auch wenn das meistens mehr Arbeit und höhere Kosten bedeutet. So verwendeten wir zB an unserem Festival-Essenstand als einer der ersten ausschließlich kompostierbare Verpackungen. Im Gegensatz zur Konkurrenz, die ihre Verantwortung für einen Plastikmüllberg ignoriert.
Wir achten auch darauf, dass unsere Zutaten nicht von weiter her kommen als nötig. So können wir zwar keine Bananen aus Sachsen bieten, aber lassen zumindest nichts über den Atlantik oder den Pazifik shippern, was wir auch aus Nordafrika oder Südeuropa kaufen können - auch nicht wenn es aus irgendwelchen unlogischen weltwirtschaftlichen Gründen billiger wäre.

warum lecker?

Lecker steht symbolisch stellvertretend für die sehr hohe Qualität und Reinheit unserer Speisen, eben die Abwesenheit von Ekligem. Unerwähnt blieb bisher noch Kunststoff, der erwiesenermaßen Substanzen an die Nahrung abgibt, die bereits in kleinsten Dosen den Organismus beeinflussen, da sie hormonelle Wirkung besitzen. Weil neben wenigen identifizierten dieser Stoffe nicht absehbar ist, welche Wirkungen die unidentifizierten ausüben, verzichtet wir ganz auf Plastik und verwenden daher altbewährtes wie Edelstahl, Holz und Keramik oder das noch relativ unbekannte Bio-Plastik, ein Milchsäure-Polymer, das durch bakteriellen Einfluss aus Maisstärke hergestellt wird und im Bio-Müll kompostiert werden kann.

warum fair?

Fairness ist für uns selbstverständlich. Dass sich eingebürgert hat, zu ignorieren, dass die Produktion der meisten herkömmlichen Lebensmittel nur so billig ist, weil globale kapitalistische Strukturen es ermöglichen, Menschen in anderen Ländern auszubeuten, ist für uns nicht hinnehmbar. Da reduzieren wir lieber unseren Profit und zahlen die Preise, die die Dinge wirklich kosten.
Auf der anderen Seite bedeutet fair auch, dass wir keine Mode-Preise für unsere Gerichte kassieren, wie in der bio- und noch viel mehr in der veganen Branche üblich. Jedoch möchten wir auch unsere Mitarbeiter fair bezahlen.

Wir sehen VegeV als ein Pionierprojekt der Gastronomie des neuen Zeitalters.


Projektarbeit

Das Projekt VegeV strebt die Gründung eines Vereins an, in dessen Rahmen verschiedenste Events zum Thema Veganismus und giftfreie Ernährung durchgeführt werden sollen. Dabei soll niemals dogmatisch gepredigt werden, sondern immer auf positive Weise Gelegenheit gegeben werden, Neues kennenzulernen und Altes abzulegen.

Wir denken zum Beispiel an:

  • vegane Kochkurse mit Einführung in die Themen
    • exotische Gewürze
    • vegane Tipps & Tricks
    • Käseersatz und Fleischersatz
  • Vorträge zu den Themen
    • Nahrungsmittelinhaltsstoffe (zB Protein)
    • Hintergründen der modernen Lebensmittelproduktion
    • bio und bio-dynamisch: EG-, bioland-, naturland- und demeter-Siegel
  • veganes Frühstück auf Mitbring-/Spendenbasis
    • man bringt entweder was für das Buffet oder eine Geldspende mit
    • fand das erste Mal zum Weltvegantag am 1.11. in der Lequeria statt
    • nächster Termin vorraussichtlich Ende April, wieder in der Lequeria.
    • Link zum facebook-event
  • Straßenstand mit Infos und Leckereien zum Probieren
    • zB vegane Weihnachtsplätzchen und heißen Chai
  • ein Forum / Wiki / Prezi zum Thema "giftfreie Ernährung"

Der Catering-Service ist dabei sowohl eines dieser Events, wie auch wichtiger Faktor zur Finanzierung der anderen.

Hast du auch Lust, ein Event zu veranstalten oder bei einem mitzuhelfen?
Dann keine Scheu! Wir sind für alles offen und unterstützen dich, so gut wir können.





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